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Jürgen Killenberger
Strom für Ndelle! Der deutsche Kameramann filmt den Bau einer Solaranlage in Afrika.

SOOM unter der Sonne Senegals

Kein Strom – für Europäer unvorstellbar, doch Alltag im afrikanischen Dorf Ndelle. Sechs Stunden von Dakar entfernt gelegen, ist es nur über staubige Sandpisten erreichbar. Doch die rund 800 Dorfbewohner haben Grund zur Freude: Das Unternehmen Solar 23 baut eine Solaranlage in Ndelle. Zu diesem Projekt drehte der deutsche Kameramann Jürgen Killenberger einen Imagefilm. Killenberger ist viel im Ausland unterwegs, unter anderem für die ARD, und achtet immer auf leichtes Gepäck. Drei Einzelprodukte mitzunehmen, ist nahezu unmöglich, daher setzt er auf das multifunktionale SOOM von Sachtler: Es wiegt lediglich 5,8 kg und bietet vier Anwendungsmöglichkeiten. Im Folgenden gibt Jürgen Killenberger Einblick in seine persönlichen „Reiseerinnerungen".

„Flug AF 718 von Paris nach Dakar: Mit einer Stunde Verspätung komme ich auf dem Flughafen an, 21.15 Uhr Ortszeit. Es ist bereits Nacht, aber immer noch sehr heiß. Das Budget für die Produktion ist knapp, aber das Projekt sehr spannend. Also habe ich mich entschieden die Dreharbeiten alleine, ohne Kamera-Assistent, durchzuziehen. Ich stehe schwitzend im Saal und warte auf das Gepäck. Die ersten Koffer kommen und die Passagiere stürmen das Förderband. Mit Mühe ergattere ich einen Gepäckwagen und wuchte meine zwei Kisten darauf. Alles muss kompakt verpackt sein und die Gepäckmenge gering. Ich habe mich daher für die Sony FX1 entschieden und das leichte SOOM XL System von Sachtler. Ich arbeite seit meinem ersten Praktikum als Kamera-Assistent fast ausschließlich mit Sachtler-Produkten. Ich bin sozusagen damit groß geworden. Überzeugt hat mich die Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit des Equipments, und dies nun seit über 17 Jahren. Mit dem SOOM-Stativ habe ich ein robustes Multitool dabei, mit dem ich selbst bei kleinem Budget eine sehr hochwertige Produktion machen kann. Es lässt sich rasch alleine aufbauen und die technischen Möglichkeiten des SOOM unterstützen kreatives Arbeiten. Babystativ, Monopod und in Verwendung mit dem Stativ eine Höhe von 2,50 Meter: Klasse! Und kein extra Gepäck, was ich als Alleinreisender sehr schätze. Jetzt noch schnell durch den Zoll und dann tauche ich ein ins Gewühl der afrikanischen Stadt Dakar. Angekommen im Hotel trinke ich noch ein Bier und schaue mir auf einem kleinen flimmernden Fernseher in der Lobby die zweite Halbzeit des Champions League Finales FC Chelsea gegen Manchester United an.

Tag 1: Entdeckung der Langsamkeit – Auf nach Ndelle

Am nächsten Morgen haben wir eine Panne. Das Auto, das mich von Dakar nach Kaolack bringen soll, steht und qualmt. Nichts geht mehr für die nächsten zwei Stunden. Eigentlich hätte die Reise schon um 7 Uhr beginnen sollen, tatsächlich aber sind wir erst um 11 Uhr am Hotel gestartet. Die afrikanischen Uhren ticken etwas langsamer. Eigentlich schön, der Hektik des europäischen Alltags einmal entfliehen zu können, aber bei einem engen Drehplan verheerend für die Produktion. Nun keine Ausfälle mehr, denke ich, sonst ist der Zeitplan nicht einzuhalten. Nun stehen wir auf der Straße in glühender Hitze und warten auf Hilfe. Endlich geht es weiter und gegen Nachmittag erreichen wir Kaolack. Die Klimaanlage war defekt und ich zwänge mich, wieder einmal völlig verschwitzt, aus dem Auto. In einem 4-Wheel-Jeep geht es nun über staubige Pisten nach Ndelle, das dreißig Kilometer südlich von Kaolack liegt.

Durchgeschüttelt und mit der Hoffnung, dass alle Schrauben noch dran sind und nichts locker ist, steige ich unter dem Jubel dutzender afrikanischer Kinder aus. Mein Equipment ist in Ordnung, mich selbst muss ich erst sortieren. Aber keine langen Überlegungen: Die Sonne ist fast weg und ich muss noch so einiges in den Kasten bringen. Wie immer kann ich mich auf Produkte von Sachtler verlassen – keine Ausfälle, easy handling und mit dem vielseitigen SOOM bekomme ich Shots schnell auf Band, die ich sonst nur zu zweit hin bekomme. Oft bin ich neun Stunden unterwegs, um dann eine Stunde zu filmen. An solchen Drehtagen bitte keine Experimente mit dem Equipment, da setze ich auf Marken wie Sony und Sachtler. Zurück im Hotel erwartet mich keine Belohnung: Nur ein einziger Tropfen Wasser verlässt den rostigen Duschkopf. Zu wenig, um mich zu erfrischen und so setze ich mich, mit einer Salzkruste auf dem Körper, in ein libanesisches Restaurant und verspeise ein kleines Huhn.

Tag 2: Solar-Strom für Ndelle

Gerädert wache ich am nächsten Morgen auf. Die Klimaanlage im Zimmer hat die ganze Nacht gedröhnt wie ein startendes Düsenflugzeug und hat es trotzdem nicht geschafft, die Zimmertemperatur unter 38 Grad zu drücken. Nach einem wässrigen Kaffee breche ich zum Drehort auf. Heute steht die Montage der Solarplatten auf dem Schuldach des Dorfes an, sowie die Verkabelung des Hightech Geräts „Sunny Island", das die ganze Solarenergie verwaltet. Die Dorfbewohner sind glücklich. Endlich bekommen sie Strom, können kleine elektrische Geräte in ihren Hütten betreiben und die Krankenstation kann die Medikamente kühlen. Ein großer Fortschritt für Ndelle. Im Dorf in der Savanne Senegals leben 832 Einwohner in 168 Haushalten. Es gibt eine Schule, ein Gesundheitszentrum und eine Entbindungsstation. Fünf Boutiquen, eine Schlosserei und eine Hirsemühle ergänzen die gewerblichen Aktivitäten im Dorf. Das nationale Stromnetz ist 8,7 Kilometer entfernt, Ndelle wurde nie daran angeschlossen und musste sich mit Generatoren versorgen. Nun endlich Unabhängigkeit, endlich Solarstrom, Hightech aus Europa.

Tag 3: Hitze und Hühnchen

Es sind 53 Grad im Schatten. Ich bin völlig dehydriert und sitze apathisch auf dem Boden der Dorfhütte des Bürgermeisters. Seine Frau hat für uns gekochte Hühnchen zubereitet. Sehr lecker. Nach diesem Dreh werden mir wieder Federn wachsen und ich kann fliegen, denke ich mir. Hühnchen sind zu dieser Jahreszeit das Hauptnahrungsmittel in Ndelle. Wir alle machen Pause, zwischen 13 und 15 Uhr geht so gut wie gar nichts. Viel zu heiß, es gibt keine Chance, effizient zu arbeiten. Nachmittags geht es dann weiter und um 18 Uhr ist die Sonne bereits unter gegangen. Auf dem Rückweg hoffe ich, dass es heute Wasser im Hotel gibt… Nach drei Tagen Staub, Hitze und jeder Menge guter Bilder geht es zurück nach Dakar und mit dem Nachtflug AF 719 wieder nach Paris. Es hat alles sehr gut geklappt. Die Wahl der Ausrüstung war optimal und es gab keine Ausfälle. Mit kleinen Augen und völlig übernächtigt komme ich 5.50 Uhr in Paris an. Die Mailbox meines Handys zeigt fünf verpasste Anrufe in Abwesenheit und zwölf SMS an: Europa hat mich wieder voll im Griff."

Galerie

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ÜBER JÜRGEN KILLENBERGER

1991 Praktikum bei der Modern Video GmbH als Kamera-Assistent


1993-2000 Freelancer für verschiedene Sender. Schwerpunkte: Dokumentationen und Auslandsberichterstattung aus Krisengebieten


2003-2005 als einer der wenigen Kameramänner für die ARD in Bagdad (Irak) tätig, Dokumentationen und aktuelle Berichterstattung für die ARD. Insgesamt mehr als 15 Monate zwischen 2003 und 2005 im Ausland


2006 Gründung der Kinomatik Ltd. (Geschäftsführer) in London


Seit 2001 Gesellschafter und Geschäftsführer der Bildmanufaktur GmbH

IMPRESSIONEN

„Das SOOM ist ein Tool, das bislang kein anderer Hersteller auf den Markt gebracht hat und ich mir in dieser Form immer gewünscht habe. Gerade bei Auslandsreisen mit dem Flugzeug, wo man immer auf das Gewicht des Gepäcks achten muss, ist das Tool, das vier Anwendungsmöglichkeiten bietet, ideal."
Jürgen Killenberger